Patienten-Newsletter 1/2006                                         zum Ausdrucken oder Speichern bitte hier klicken

Das Praxisteam möchte Sie auf diesem Wege regelmäßig mit aktuellen Mitteilungen aus der Medizin und unserer Praxis versorgen sowie über häufige Krankheitsbilder unseres Fachgebietes informieren.

Aus der Praxis: Patientenbefragung

Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass Sie seit einigen Wochen Fragebögen in der Praxis erhalten können, auf denen Sie Kritik und Anregungen mitteilen können. Denen, die sich bisher an der Aktion beteiligt haben, schon einmal: vielen Dank!!!

Aus den bisher ausgewerteten Bögen konnten wir schon erste wertvolle Erkenntnisse ziehen und haben bereits darauf reagiert:

Im Wartezimmer steht Ihnen ab sofort ein umfangreiches, bunt gemischtes und immer aktuelles Angebot an Zeitschriften im Lesezirkel zur Verfügung, um die nicht immer zu vermeidende Wartezeit zu vertreiben. Wir wünschen angenehme Lektüre.

Die Fragebogen-Aktion wird fortgesetzt.

Das aktuelle Thema: Osteoporose

Definition: Osteoporose (griechisch: "osteon" = Knochen, "poros" = Loch) ist eine Störung des Knochenstoffwechsels, bei der Knochenmasse verloren geht und die Mikroarchitektur des Knochens zerstört wird.

Daten: Die Osteoporose zählt zu den 10 wichtigsten Erkrankungen unserer Zeit. In Deutschland erkrankt sind ca. 6 Millionen Menschen, 40% aller Frauen über 50 Jahre sind betroffen und 30 – 40% von ihnen erleiden im Laufe ihres Lebens Wirbelbrüche.

Ursachen: Häufigste Ursache der Osteoporose ist das Absinken des Östrogenspiegels der Frau in den Wechseljahren, da diese Hormon maßgeblich das Gleichgewicht von Knochen-Ab- und Aufbau steuert. Aber auch andere Ursachen kommen in Betracht wie z.B. langjährige Cortison-Behandlung und verschiedene Hormonstörungen.

Risiko: Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die den Verdacht des Vorliegens einer Osteoporose nahe legen und zu weiterer Diagnostik wie einer Osteodensitometrie Anlass geben sollten. Es sind z.B.:

  • Auftreten von Osteoporose in der Familie

  • Früher Eintritt der Wechseljahre (Menopause)

  • Hormonelle Erkrankungen

  • Kalzium- und Vitamin-D-Mangel

  • Untergewicht (Body-Mass-Index unter 20)

  • Knochenbrüche ohne Gewalteinwirkung

  • Bewegungsmangel

Messung: Die Knochendichte wird durch eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) bestimmt. In unserer Praxis steht Ihnen hierzu eine moderne DXA-
Meßeinheit
zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt die Empfehlung, dass sich jede Frau nach Eintritt der Menopause einer Osteodensitometrie unterziehen sollte, um eine Früherkennung der Erkrankung zu gewährleisten und rechtzeitig eine angemessene Therapie einleiten zu können.

Es werden 3 Grade der Osteoporose unterschieden:

Der Verlust an Knochenmasse liegt nur knapp unter der Norm (auch als Osteopenie bezeichnet)

II° Die Knochenmasse hat einen kritischen Wert in der Dichtemessung unterschritten (T-Score < 2,5 StA).

III° auch als "manifeste Osteoporose" bezeichnet: Es ist bereits zu Knochenbrüchen gekommen.

Therapie: Ist mittels Knochendichtemessung eine Osteoporose diagnostiziert worden, richtet sich die Behandlung nach dem jeweiligen Grad.

Dem behandelnden Orthopäden stehen neben Empfehlungen zur allgemeinen Lebensführung (Ernährung, Bewegung, Selbsthilfegruppen) eine Reihe von medikamentösen Therapieoptionen zur Verfügung.

Aus der Literatur:
Joggen gegen Altersvergeßlichkeit

Wer mit zunehmendem Alter durch Joggen und entsprechend gesunde Lebensweise seinen Blutdruck nicht unkontrolliert in die Höhe schießen lässt, bleibt länger fit – auch im Kopf.

In einer Studie über 30 Jahre an 2280 Probanden konnten Wissenschaftler der Harvard–Universität in Boston nachweisen, dass Senioren über 65 Jahre mit und ohne Bluthochdruck erhebliche Unterschiede z.B. in der Fähigkeit aufwiesen, vorgegeben Wörter flüssig nachzusprechen.

Ein Absenken des Blutdrucks um 3 – 7 mmHg unabhängig vom Alter durch regelmäßiges Jogging konnte bereits 2003 in einer Studie aufgezeigt werden

Quelle: Brady et al, Neurophysiology 2005, Vol 19, No 6, 770-777

Aus der Praxis: Neue Behandlungsmethoden

Ärztliche Behandlungsqualität ist untrennbar mit regelmäßiger Fortbildung verbunden. Aber nicht nur Bewährtes bedarf regelmäßiger Auffrischung.

Aufgrund aktueller Fortbildung konnten wir zwei neue Behandlungsmethoden in unser Spektrum aufnehmen:

  • Kinesio-Taping, eine spezielle Klebetechnik mit elastischem Tape-Material zur Behandlung von Schmerzen und funktionellen Beschwerden, besonders auch im Sport.

  • Sonographie-gestützte Hyaluronsäure-Injektionen
    zur Knorpelschutztherapie bei degenerativen (abnutzungsbedingten) Wirbelgelenksveränderun-
    gen.

Sprechen Sie uns gern auf diese neuen Behandlungs-
möglichkeiten an – wir werden Sie umfassend beraten.