Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) Zitat Hippokrates

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zertifiziert bis 06/2012

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine neue Behandlungsmethode in unserer Praxis vorstellen. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema wird die Wirkungsweise dargestellt. Im Anschluss informieren wir Sie über die Anwendungsgebiete sowie Risiken und Nebenwirkungen. Abschließend erhalten Sie Informationen zu den Kosten.

Was ist Stoßwellentherapie?

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Erste Berichte über eine erfolgreiche Anwendung der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) stammen aus dem Jahre 1982, als der Münchner Urologe Chaussy erstmals mit dieser Methode erfolgreich Nierensteine zertrümmern konnte. Seitdem hat sich bei der Entwicklung der Geräte und deren Einsatzbereich viel verändert, so dass die Technik heutzutage auch in der Orthopädie ein weites Einsatzspektrum findet. 

Unser Gerät ist ein modernes piezoelektrisches fokussiertes Stoßwellengerät mit dem alle modernen Anwendungen in der Orthopädie möglich sind.

Bericht vom Jahreskongress 2011 der  internationalen Fachgesellschaft hier herunterladen

Wie wirkt die Stoßwellentherapie?

Grundsätzlich gibt es mehrere Wirkmechanismen, die eine Knochenheilung, einen Kalkabbau, eine Stoffwechselsteigerung und eine Schmerzreduktion zum Beispiel an Triggerpunkten bewirken:

  • Für die Knochenneubildung werden durch die hohen Energien, die beim Auftreffen der Schallwelle frei werden, die Osteoblasten (knochenbildende Zellen) angeregt. Somit kommt es zu einer vermehrten Knochenneubildung und zu einem erhöhten Mineralisationsgrads des Knochens. Dies wird beispielsweise bei Pseudarthrosen (nicht heilenden Brüchen) oder auch bei Knochennekrosen (abgestorbenen Knochenanteilen) genutzt.

  • Zum Kalkabbau wird die Stoßwellentherapie insbesondere bei der so genannten Kalkschulter (Tendinitis calcarea) eingesetzt. Hierbei muss man sich die Verkalkung jedoch nicht fest, sondern eher wie getrocknete Zahnpasta vorstellen. Durch die ESWT wird diese Verkalkung zerstört. Die dabei entstehenden zerkleinerten Kalkbestandteile werden aufgrund der gleichzeitig entstehenden Durchblutungsförderung und verbesserten Sauerstoffversorgung des Gewebes anschließend auch schneller abgebaut bzw. abtransportiert.

  • Außerdem verursacht die ESWT Mikroläsionen (mikroskopisch kleine Beschädigungen) im Gewebe. Dies bewirkt eine deutliche Stoffwechselsteigerung durch Verbesserung der Durchblutung, die speziell an Sehnenansätzen zu einer Unterbrechung der Entzündung und einem verbessertem Abtransport von schädlichen Stoffwechselprodukten führt. Ferner werden Botenstoffe und Enzyme aktiviert, die u.a. zur Bildung neuer Blutgefäße führen und somit bewirken, dass erkranktes Gewebe besser durchblutet wird und schneller abheilen kann. Dieser Effekt kann so von keiner anderen Therapieform erreicht werden.

  • Letzlich bewirkt die Stoßwelle eine Schmerzreduktion in dem behandelten Areal. Dies geschieht einerseits durch den Untergang von freien Nervenendigungen, zum anderen durch eine Überstimulation der Schmerzverarbeitung, so dass die eigentlichen Schmerzempfindungen nur noch vermindert wahrgenommen werden (Gate-Control-Theorie). Dies ist bereits während der Behandlung spürbar, so dass gesteuert durch den subjektiven Schmerz des Patienten die Energie stufenweise erhöht werden kann.

Anwendungsgebiete:

Hauptindikationen der Stoßwellentherapie (ESWT) sind:

  • Pseudarthrosen (nicht heilende Knochenbrüche)

  • Tendinosis calcarea (Kalk-Schulter)
    mit oder ohne Schleimbeutelentzündung

  • Epicondylitis humeri radialis / ulnaris
    (Tennis- oder Golfer-Ellbogen)

  • Fasciitis plantaris
    (Entzündung der Fußfascie mit oder ohne Fersensporn)

  • Patellaspitzensyndrom
    (Jumper's Knee)

Des weiteren gibt es bereits gute Ergebnisse bei:

  • Achillodynie (Entzündung im Bereich der Achillessehne)

  • Bursitis Trochanterica (Schleimbeutelentzündung der Hüfte)

  • Impingementsyndrom (Kapselentzündung) der Schulter

  • Andere Entzündungen an Sehnenansätzen

  • Hüftkopfnekrosen

  • Osteochondrosis dissecans

  • Triggerpunktbehandlung bei Weichteilschmerzen

Wann sollte eine ESWT empfohlen werden?

Die ESWT ist nicht Mittel der ersten Wahl. Wenn jedoch herkömmliche Therapieverfahren wie Injektionen, Krankengymnastik , Elektrotherapie usw. nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben, ist die ESWT angezeigt und sollte einer Operation schon aufgrund der deutlich geringeren Risiken vorgezogen werden.

Risiken und Nebenwirkungen:

Die Stoßwellentherapie ist in der Regel eine sehr komplikationsarme Behandlungsform. Vereinzelt treten jedoch folgende Nebenwirkungen auf

  • Schmerzen während der Behandlung

  • Kurzfristige Schmerzen bzw. Beschwerdeverschlechterung nach einer Behandlung durch Reizung des Gewebes

  • Lokale, vorübergehende Hautrötung oder kleine Blutergüsse

Abrechnungsverfahren für privatversicherte Patienten und Beihilfe-Empfänger:

Der Ausschuss "Gebührenordnung" der Bundesärztekammer (BÄK) hat im Februar 2002 beschlossen, dass die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei orthopädischen, chirurgischen oder schmerztherapeutischen Indikationen analog Nr. 1800 GOÄ abzurechnen ist. (Veröffentlich im Dt. Ärzteblatt, Jg.99, Heft 7, 15. Februar 2002).

Es wird Ihnen also in üblicher Weise eine Rechnung auf der Grundlage der GOÄ zugehen, die Sie beim Kostenträger einreichen können. Sicherheitshalber sollten Sie vor Beginn der Behandlung Rücksprache mit Ihrer Versicherung bzw. Beihilfestelle nehmen. Nötigenfalls können Sie selbstverständlich eine detailliert begründete Notwendigkeitsbescheinigung von uns erhalten.

ESWT als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für "Kassenpatienten":

Da die extrakorporale Stoßwellentherapie nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten ist, kann diese von gesetzlich krankenversicherten Patienten lediglich als IGeL-Leistung in Anspruch genommen werden. Für Sie gelten die gleichen Grundsätze wie im privatärztlichen Bereich. (Preisübersicht)

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