Orthokin® - Innovation

in der ArthrosebehandlungZitat Hippokrates

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zertifiziert bis 06/2012

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine neue Behandlungsmethode in unserer Praxis vorstellen. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema informieren wir Sie über die Krankheit Arthrose, ihre Ursachen, den Erkrankungsverlauf, und die Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss wird die Funktionsweise der Orthokin®-Therapie und die aktuelle Studienlage dargestellt. Abschließend erhalten Sie Informationen zu den Kosten. Weitere Informationen unter www.orthokin.de.

Was ist Orthokin®?

Bei der Orthokin®-Therapie handelt es sich um ein innovatives Behandlungsverfahren, bei dem man sich die Erkenntnis zunutze macht, dass beschädigtes Knorpelgewebe Substanzen ausschüttet, die ihrerseits zerstörerische Effekte auf den Knorpel ausüben - so zu sagen ein Teufelskreis.

Damit diese Zerstörungsproteine im Gelenk keine weiteren Schäden anrichten, können sie durch körpereigene Gegenspielerproteine verdrängt werden.

Was versteht man unter Arthrose?

Arthrose (aus dem Griechischen: "arthros" = Gelenk) ist ein Zerstörungsprozess, bei dem der Gelenkknorpel beschädigt wird bzw. verloren geht. Dieser Vorgang kann in den großen Gelenken (z.B. Knie- und Hüftgelenken) aber auch in den kleinen Gelenken (z.B. Finger- und Wirbelgelenken) stattfinden.

Epidemiologie:

Die Arthrose ist eine Volkskrankheit. Laut einer Publikation der Universitätsklinik Heidelberg aus dem Jahre 2005 leiden 11,5% aller 30-39 Jährigen und 50% aller 70-79 Jährigen unter den Symptomen der Erkrankung.  In Deutschland erkrankt sind ca. 35 Millionen Menschen. Durch die steigende Lebenserwartung und damit Veränderung der Altersstruktur der Bundesrepublik sind immer mehr Menschen von dieser Krankheit betroffen.

Laut Bundesministerium für Gesundheit werden die daraus resultierenden Kosten in der BRD auf 3,5 - 5,4 Milliarden €/Jahr geschätzt.

Aufbau des Gelenks:

Gelenke sind die dynamischen Verbindungen unserer Knochen. Sie bilden die Grundlage jeder Bewegung des Körpers.

Die Knochenenden sind mit einer Knorpelschicht bedeckt. Diese weist einerseits elastische Eigenschaften auf, um damit Druck- und Stoßbelastungen auffangen zu können. Andererseits besitzt sie eine glatte Oberfläche, die einen nahezu reibungsfreien Bewegungsablauf der Gelenkpartner ermöglicht. Als "Schmierung" für diesen Gleitvorgang produziert die Gelenkinnenhaut Gelenkflüssigkeit, die die Knorpeloberfläche benetzt.

Wie entsteht eine Arthrose?

Im Rahmen der Arthroseentstehung nutzt sich dieser Knorpelbelag zunehmend ab. Dieser Prozess kann je nach Ursache punktuell oder auch auf der gesamten Gelenkoberfläche entstehen. Dabei verändert der Knorpel zunächst seine Struktur und es entsteht eine Knorpelerweichung, auch Chondromalazie genannt (Grad I). Im weiteren Verlauf bricht der Knorpel auf und verliert dabei seine glatte Oberfläche und somit an Gleitfähigkeit (Grad II). Es bilden sich Krater im Knorpel (Grad III), so dass im Endstadium der Erkrankung der darunter liegende Knochen komplett freiliegt (Grad IV). 

Als Ursachen kommen in Betracht:

  • Genetisch bedingt schlechte Knorpelqualität

  • Fehl- und Überbelastungen

  • Fehlstellungen der Gelenke

  • Unfall-bedingte Knorpelverletzungen

  • Knorpelzerstörende Erkrankungen wie z.B. Rheuma

Verlauf der Erkrankung und Folgen:

Im Verlauf der Arthroseentstehung bildet der Knochen Wucherungen (Exophyten), die die Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes zunehmend einschränken. Die Gelenkinnenhaut wird gereizt und schwillt an. Durch diese Vorgänge deformiert sich das Gelenk schließlich sichtbar.

In Phasen der so genannten Aktivierung - z.B. ausgelöst durch eine Überbelastung - kommt es zu einer massiven Reizung, die Gelenkinnenhaut produziert zuviel Gelenkflüssigkeit, das Gelenk schwillt an und schmerzt stark. Diese Vorgänge werden von verschiedenen Botenstoffen gesteuert, wie wir aus neueren molekularbiologischen Untersuchungen wissen.

Behandlung der Arthrose:

Wir unterscheiden verschiedene Therapie-Konzepte, die abhängig vom Stadium der Arthrose und den subjektiven Beschwerden sorgfältig ausgewählt werden müssen. Zum Teil dienen sie nur der Beschwerdelinderung, zum Teil richten sie sich direkt gegen die Ursachen und mechanischen Folgen der Arthrose. Prinzipiell unterscheidet man:

  • Konservative Behandlungsverfahren:

    • Salben

    • Verbände (z.B. Tape, Zinkleim)

    • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente

    • Gelenkinjektionen (z.B. Kortison zur Entzündungshemmung)

    • Physikalische Therapie (z.B. Reizstrom, Ultraschall, Magnetfelder)

    • Physiotherapie (Krankengymnastik zur Verbesserung der Gelenkfunktion)

    • Orthopädische Hilfsmittel (Bandagen, Orthesen, Einlagen, Schuhzurichtungen)

  • Knorpelschutztherapie:

    • Nahrungsergänzung (z.B. Glucosamin, Chondroitin)

    • Gelenkinjektionen mit Hyaluronsäure (Verbesserung der Gleitfähigkeit des Knorpels) 

    • Orthokin®-Therapie (Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist)

  • Operative Behandlungsverfahren:

    • Arthroskopie (Gelenkspiegelung mit Knorpel- bzw. Meniskusglättung)

    • Umstellungs-Operationen (Knochenoperation z.B. bei starken O-Beinen) 

    • Gelenkflächenersatz (Endoprothese, "Künstliches Gelenk")

Die Implantation einer Endoprothese ist die letzte aller Möglichkeiten, da hier die eigenen Gelenkflächen durch Metall- bzw. Kunststoff ersetzt werden müssen. Das Verfahren steht daher auf der letzten Stufe der Therapie-Leiter und sollte nur zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden und dennoch die gewünschte Lebensqualität nicht wiederherzustellen war. Hier sollte ein strenger Maßstab angelegt werden. 

Wenn aber ein schmerzfreies Gehen nicht mehr möglich ist, der Nachtschlaf nachhaltig gestört wird und alltägliche Verrichtungen wie Körperpflege nur noch unter Schmerzen stattfinden, stehen Operationsrisiko, Rehabilitationsaufwand und die auf durchschnittlich 10-15 Jahre begrenzte Haltbarkeit der Endoprothesen in einem angemessenen Verhältnis zur Verbesserung der Lebensqualität.

So funktioniert die Orthokin®-Therapie:

Die molekulare Orthopädie hat die biologischen Ursachen der Arthrose näher erforscht: Der Eiweißstoff Interleukin-1 (IL-1) spielt die wesentliche Rolle bei der Entstehung der Arthrose.

Arthrosepatienten bilden zuviel IL-1. Dieser Immunstoff schädigt den Knorpel. Die Folge: der natürliche Stoßdämpfer im Gelenk büßt seine Funktion ein.

 Demo-Film 

Interleukin-1 (rote Kugel) schädigt die Knorpelzellen

Zum Ansehen eines Demonstrations-Videos bitte anklicken

Zur natürlichen Behandlung der Arthrose eignet sich deshalb der biologische Gegenspieler von IL-1, der Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist (IL-1Ra). Denn IL-1Ra wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschützend.

Zum Ansehen eines Demonstrations-Videos bitte anklicken  Zum Ansehen eines Demonstrations-Videos bitte anklicken

IL-1Ra (blau) schützt  die Knorpelzelle vor aggressiven IL-1 (rot)

Die Orthokin®-Therapie nutzt diese Erkenntnis: Das im Blut vorhandene Schutzprotein IL-1Ra wird vermehrt und in das betroffene Gelenk injiziert. Das Schutzprotein IL-1Ra verdrängt das Zerstörungsprotein IL-1.

Der Gelenkschmerz lässt nach und die Gelenkfunktion verbessert sich. Der fortschreitende Prozess der Knorpelzerstörung wird aufgehalten.

So läuft die Orthokin®-Herstellung ab:                         (Download der Kurzanleitung )

  1. Die Blutentnahme erfolgt aus der Armvene mit der EOT-Spezialspritze. Die darin enthaltenen Kügelchen veranlassen, dass im Blut vermehrt Schutzproteine IL-1Ra gebildet werden.

  2. Im Inkubator herrscht mit einer Temperatur von 37° C die optimale Umgebung für die Proteinvermehrung.

  1. Eine Zentrifuge trennt den roten Blutkuchen vom hellen Serum, in dem sich die Schutzproteine in hoher Konzentration befinden. Das individuelle Serum wird in Spritzen abgefüllt.

  2. Als Endprodukt stehen im Allgemeinen sechs bis acht mit der natürlichen Proteinlösung gefüllte Spritzen zur Verfügung. Ein- bis zweimal pro Woche erhält der Patient eine Injektion in das betroffenen Gelenk.

Aktuelle Studienlage (Auswahl):                          zum Abrufen der Studie bitte Titel anklicken

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Abrechnungsverfahren für privat versicherte Patienten und Beihilfe-Empfänger:

Leider ist diese moderne molekularbiologische Methode noch nicht in der GOÄ enthalten. Auf Wunsch erhalten Sie daher eine Notwendigkeitsbescheinigung, die neben einer Begründung für die Therapie auch eine Übersicht der außerhalb der Regelbehandlung entstehenden Kosten enthält. Diese können Sie vor Beginn der Therapie zur Genehmigung bei Ihrem Kostenträger einreichen.

Orthokin®-Therapie = Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für "Kassenpatienten":

Leider ist diese moderne molekularbiologische Methode noch nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten. Sie kann von gesetzlich krankenversicherten Patienten lediglich als IGeL-Leistung in Anspruch genommen werden. Für Sie gelten die gleichen Grundsätze wie im privatärztlichen Bereich. Über die mit der Behandlung verbundenen Kosten informieren wir Sie auf Anfrage gern. (Preisübersicht)

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